Otto Rocholl
(1848 – 1931) [09055
00]

Helene Rocholl
(1863 – 1944)

[1002600 und 0905591]

0905500L Otto R'll.png
0905591 Helene R'll.png

Sth ☞Otto (sr.) Ludwig ROCHOLL, Fabrikant zu Radevormwald,

Sohn des Ludwig ROCHOL[0803800] und seiner Gattin Wilhelmine ROCHOLgeb. GOGARTENOtto besuchte die Grundschule und ab 1858 die Rektoratsschule zu Radevormwald. 1864 folgte eine dreijährige kaufmännische Lehrzeit zu Hagen-Eilpe, nebenher Vorbereitung zur Einjährigen-Prüfung, welche er 1866 ablegte. 1867 trat er in die väterliche Schlossfabrik "Ludwig ROCHOLL & Co." zu Radevormwald ein. Zunächst als Reisender – bis zum Ausscheiden (1878) seines Bruders Friedrich [0905000], gen. Fritz. Unter Ottos Firmenführung entwickelte sich das Unternehmen zum Großbetrieb dessen Belegschaft bis zu 400 Mitarbeiter anstieg. Sein Bruder Louis [0905800] war von 1880 bis 1910 Teilhaber und Ottos Sohn Erich [1007000] ab dem 01.01.1911. Am 01.10.1920 trat sein Sohn Otto (jr.) [1007100] in das Unternehmen ein und Otto (sr.) ging in den Ruhestand.

Weiteres zu  ☞Otto Ludwig ROCHOLL siehe weiter unten.

EP Henriette ☞Helene ROCHOLL, geb. ROCHOLL – vgl. auch [1002600] –, Tochter des Heinrich ROCHOLL  [0901600und seiner Gattin Marie Alwine Antonie ROCHOLL, geb. MAJERT.

Kinder zu Radevormwald geboren, ref.:

0905501►1006900  Antonie, 02.04.1883, † (_).

0905502►1007000  Erich, 17.05.1885† (_).

0905503►1007100  Otto (jr), 04.10.1889† (_).

0905504►1007200  Helene, 10.03.1891† (_).

0905505►1007300  Hildegard, 04.12.1892† (_).

Anmerkung zum Verwandschaftsverhältnis der Eheleute Otto (Stammreihe  09) und Helene (Stammreihe 10): Sie waren als Neffe und Tante über ihren Ahnen Bernhard ROCHOLL [0400800] in 6 bzw. 7 Stammreihen miteinander verwandt.

Hinweis: Der langjährige Pfarrer von Radevormwald, Herr Wolfgang Motte, hat im Jahr 2012 mit dem Sonderheft 3 des Bergischen Geschichtsvereins in beeindruckender Art und Weise die Geschichte der Schlossmacher–Fabrikanten ROCHOLL aus Radevormwald  veröffentlicht. Die Firma Ludwig ROCHOLL & CO. erreichte unter Otto ihren Zenit. Eine Kopie des Sonderheftes ist an dieser Stelle auf dieser Website wiedergegeben. 

0905500_Otto_Rocholls_Wohnhaus_zu_RvW.jp
0905500_Familie_Otto_u._Helene_Rocholl.j

Otto ROCHOLLs Wohnhaus direkt am

Fabrikgelände im Zentrum von Radevormwald.

Heute beherbergt an dieser Stelle die Schlossmacher-
Gallerie ein Einkaufszentrum (Stand 2020)

Otto (sr.) und Helene ROCHOLL (sitzend) im Kreis ihrer Familie 1921

 Otto (jr) R'll  Alexander Böker    Carl Rheinländer      Erich R'll u. Fr. Bertha    Arthur Richter

              u. Fr. Helene gb. R'll     u. Fr. Toni gb. R'll      geb. Richter        u. Fr. Hilde gb. R'll

und 7 Enkelkinder

     Als aufrechter Mann und angesehener Bürger seiner Vaterstadt, ausgestattet mit unermüdlicher Schaffenskraft, weitem Blick für alle Notwendigkeiten der Zeit, ooffenem Charakter und herzensfreundlichem Wesen, war seine Mitarbeit im Gemeinwesen von Radevormwald in den verschiedensten Ämtern eine Selbstverständlichkeit.

  • 1882 bis 1919 Stadtverordneter 

  • 1889 bis 1891 und 1897 bis 1919 erster Beigeordneter,

  • 1897 zwischenamtlich Bürgermeister

  • 1888 bis 1920 Kreistagsabgeordneter,

  • 1897 bis 1920 Kreisausschussmitglied

  • 12 Jahre ehrenamtlicher Handelsrichter

  • Ehrenmitglied der Handelskammer

  • Repräsentant der größeren Gemeindevertretung der ref. Gemeinde

  • 05.11.1928 Verleihung des Ehrenbürgerrechts von Radevormwald

  • Rote-Adler-Orden IV. Kl.

  • Verdienst-Kreuz für Kriegshilfe

 

​     Begeisterter Anhänger des ROCHOLLschen Familienverbandes, dessen Mitbegründer, Förderer, langjähriger Kassenführer und häufiger Wohltäter er war. – Vgl. den Aufsatz "Zum Andenken an Otto ROCHOLL" von Richard ROCHOLL im NaBl 12. Hieraus seien nachfolgend einige Verdienste um seine Vaterstadt hervorgehoben:

  • Bau von Arbeiterwohnheimen

  • Schenkung von Gelände für ein neues Stadtviertel

  • Stiftungen zum Bau lebenswichtiger städtischer Gebäude, wie Schule und Krankenhaus

  • Förderung neuzeitlicher Einrichtungen, wie Gas- und Wasserleitungen

  • Anschluss an das Fernsprechnetz

  • Erlangung des (überfälligen) Bahnanschlusses

  • Stiftung des Kriegerdenkmals (vom I. Weltkrieg).

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