ANHÄNGE AB NR. 51 BIS NR. 90

Die einzelnen Anhänge sind mit den laufenden Nummern als "Anh 51" bis "Anh 90" bezeichnet und unter diesen in der Stammfolge bzw. den sonstigen Texten herangezogen und verlinkt. Für diese Webseiten wurden Nummernblöcke wie folgt reserviert:

Sofern bei den Stammmhaltern in den 1938er Texten längere, militärische oder berufliche Textpassagen enthalten waren, oder diese dem heutigen Zeitgeist nicht mehr entsprachen, wurden sie dort angemessen gekürzt und der heutigen Zeit entsprechend angepasst. Die alten Originaltexte sind allerdings nachstehend in diesen Anhängen erhalten geblieben.

ANHANG NR. 51 – Medizinische Laufbahn im Dienste des Militärs

des Dr. med. Friedrich ROCHOLL [0704800]

 

Dr. Friedrich Rocholl ging am 01.05.1800 als Kompanie-Chirurgus zur 3. Feldartillerieregiment in den Heeresdienst, 1804 wurde er in gleichem Rang zur Regimentsgarde, Dezember 1806 Oberchirurgus bei den Feldlazaretten in Preußen (Insterburg, Mitau und Rosenberg), 1808 Eskadron-Chirurgus beim Regiment Garde du Corps zu Berlin, 1813 Doktorprüfung zu Erfurt (mit sehr gut), Dezember 1813 Oberstabsarzt Oberstabsarzt beim Militär-Gouvernement zu Münster i.Wfl., 1816 Regimentsarzt im Infantrieregiment Nr. 32 zu Münster, 1817 im gleichen Range zum Infanterieregiment Nr. 15 zu Minden i.Wfl., 04.03.1822 Generaldivisionsarzt des IV. Armeekorps zu Magdeburg, 25.07.1829 Bestallung als Arzt, 23.08.1832 Abschied und Niederlassung zu Soest. Pension 1.000 Tlr., Eisernes Kreuz am weißen Bande, Roter Adler O. 4. Kl..

ANHANG NR. 52 – Juristische Laufbahn an verschiedenen Gerichten

und im Militär des Carl ROCHOLL [0704802]

 

ANHANG NR. 52 – Juristische Laufbahn an verschiedenen Gerichten

und im Militär des Carl ROCHOLL [0704802]

Besuchte das Gymnasium zu Soest bis zur Reifeprüfung Ostern 1843, Student der Rechtswissenschaft zu Bonn und ab Herbst 1844 zu Berlin, Frühjahr 1846 erste juristische Prüfung in Berlin, 29.11.1850 dritte Prüfung, 06.09.1851 Gerichtsassessor, 31.12.1853 Staatsanwaltsgehilfe zu Duisburg, ab 01.10.1855 zu Soest, 28.12.1858 Staatsanwalt zu Soest, nebenamtlich Justiziar des Landarmenverbandes, 01.04.1864 Rechtsanwalt  und Notar mit dem Titel Justizrat beim Appellationsgericht zu Hamm i.Wfl., 23.06.1873 Appellationsgerichtsrat und ab 14.01.1875 Mitglied der Kommission für die erste juristische Prüfung zu Breslau, 28.04.1879 Senatspräsident beim Oberlandesgericht zu Posen, 17.04.1882 zu Breslau, 31.08.1890 Geheimer Oberjustizrat mit dem Rang der Räte II. Kl. zu Breslau, 17.10.1891 Vorsitzender des 3. Civil- und Strafsenats zu Naumburg a.d. Saale, bereits zu Breslau und zu Naumburg Vorsitzender für die Kommission für die 1. Juristische Prüfung, 01.03.1897 Abschied, 29.06.1897 Wirklicher Geheimer Oberjustizrat mit dem Rang der Räte I. Kl., im Ruhestand zu Naumburg. – 1870/71 als Mitglied des Magistrats mit der Fürsorge für die den Bahnhof Hamm i.Wfl. durchfahrenden Verwundeten- und Krankenzüge betraut. – 22.05.1872 Kronen-Orden 4. Kl. mit dem roten Kreuz auf weißem Felde am Erinnerungsbande, 20.07.1874 Kriegs(ge)denkmünze von Stahl am Richtkombattantenbande, 18.01.1881 Roter Adler Orden 4. Kl., 23.01.1884 Roter Adler Orden 3. Kl., 18.01.1893 Roter Adler Orden 2. Kl. mit Eichenlaub, 26.07.1894 Kommandeurkreuz der 2 Kl. des Anhaltischen Hausorden Albrecht des Bären, zum 50jährigen Amtsjubelfest am 30.05.1896 Kronen 2. Kl. mit dem Stern (mit Patent vom 04.05.1896) und das Fürstliche Schwarzburgische Ehrenkreuz 1. Kl., ferner Diplom als Ehrendoktor der Universität Halle-Wittenberg.

ANHANG NR. 53 – Militärische Laufbahn des Wilhelm ROCHOLL [0803000]

 

ANHANG NR. 53 – Militärische Laufbahn des Wilhelm ROCHOLL [0803000]

Er trat am 08.04.1815 als Freiwilliger beim I. Markaner Jäger-Detachement ein. Teilnahme am Befreiungskrieg, und zwar an den Schlachten bei Lingny, Belle-Alliance und Isny sowie am Einzug in Paris [vgl. seine Tagebuchaufzeichnungen im NaBl. Nr. 21.]. 16.02.1817 Lieutenant im Westf. Landwehr-Regiment Nr. 16, 1823 [kurz vor seiner Vermählung] Preußischer Lieutnant, 1831 Abschied vom Militär.

ANHANG NR. 54 – Militärische Laufbahn des Anton Heinrich ☞Friedrich ROCHOLL [0805700]

 

Friedrich trat am 12.02.1832 in den Militärdienst, ins Inf.-Rgt. 40 ein. Am 15.01.1833 wurde er zum Portepee-Fähnrich eingesetzt; am 14.10.1833 wurde er Sek.-Lieutenant, 15.07.1848 Pr.-Lieutnant, am 10.10.1848 Platzmajor zu Silberberg, am 06.11.1851 zu Jülich. Am 22.06.1852 wurde er Hauptmann, am 23.03.1861 zu Kolberg, am 08.06.1861 zu Posen, am 14.04.1864 Abschied als Major, im Kriege 1866 Kdr. des Ers.-Batl. Inf.-Reg. 68, im Kriege 1870 Kdr. des II. Batl. Landw.-Inf.-Rgt. 68 und mit diesem zur Besatzung von Diedenshofen und Sedan.

ANHANG NR. 55 – Militärische Laufbahn des Ernst ROCHOLL [0901300]

 

Ernst war nach seiner Schulzeit zunächst im Kadettenhaus zu Bensberg und ab 22.04.1862 Fähnrich im Inf.-Reg. 16 zu Düsseldorf, 10.09.1863 Lieutenant, Teilnahme am Feldzug 1866 (bei Königgrätz Einnahme und Behauptung des Dorfes Problus mit seinem Schützenzug), 02.09.1870 Pr.-Lieutenant, 15.08.1878 Hauptmann, 13.11.1883 Abschied unter Verleihung des Rote-Adler-Orden IV. Kl. und der Berechtigung zum Tragen der Rgts.-Uniform.

ANHANG NR. 56 – Militärische Laufbahn des Karl ROCHOLL [0901302] - vgl Anh. Nr. 55 (sein Vater)

 

Karl trat im April 1915 zum Heeresdienst im Inf.-Reg. 13, später im Res.-Inf.-Rgt. 217 als Kriegfreiwilliger ein. Er nahm an Kämpfen im Osten, ab November 1917 an der Westfront teil. Ab Februar nahm er am Lehrgang der Res.-Offizier-Anwärterschule teil, danach Rückkehr zum Rgt., Trichterstellung bei Hangard, E.K.2, danach zur Maschinengewehrgruppe, seit 08.08.1918 vermißt, vermutlich begraben in einem Sammelgrab zu Montdidier.

ANHANG NR. 57 – Militärische Laufbahn des Ludwig ROCHOLL [0906100]

 

Ludwig trat 1867 als Einjährig-Freiwilliger in das Hus.-Rgt. 8 zu Lippstadt ein. Danach – auf Wunsch seines Vaters absolvierte er ein kaufmännische Lehre zu Bremen. am 14.10.1869 wurde er als Lieutenant der Res. ins Hus.-Rgt. einberufen und zog mit selbigen in den 1870/71er Krieg (E.K.2). Ab 1871 war er aktiver Offizier zu Paderborn und Wiedenbrück, Kdos. zu Kriegschule, Militärturnanstalt, 1879 Versetzung zum Ul.-Rgt. 6 zu Mühlhausen in Thüringen, 13.03.1880 Pr-Lieutenant zu Mühlhausen, 12.06.1866 Rittmeister und Esk.-Chef im Drag.-Rgt. 24 zu Butzbach, 14.05.1894 überzähliger Major zu Butzbach, ab 1896 zu Darmstadt, 16.06.1897 zum Stabe des Ul.-Rgt. 7 in Saarbrücken, 18.05.1901 Oberstleutnant und Kdr. des Drg.-Rgt. 15 zu Hagenau im Elsaß, 1906 Kdr. der 18. Kav.-Brig. (Hus. 15 und 16) zu Altona (Elbe), 1907 General Major, 1908 Abschied (wegen Herzleiden), in Ruhestand zu Hannover.

Orden: E.K.2, 25-jähriges Dienstauszeichnungs-Kr. (10.01.1893), Rote-Adler-O. 4. Kl. (08.09.1893), Kronen-O. 3. Kl. (18.01.1903), Rote-Adler-O. 3. Kl. (15.09.1905), Kronen-O. 2. Kl.(18.01.1908), Russ. Annen-O. (1884), Russ. Stanislaus-O. (1897), Ritter-Kr. 1. Kl. vom Zähringer Löwen (21.01.1901), Ritter-Kr. 1. Kl. vom Bayr. Mil.-Verdienst-O. (10.11.1902).

ANHANG NR. 58 – Militärische Laufbahn des Friedrich ROCHOLL [0908400]

Nachdem Friedrich die Kadettenhäuser zu Culm, Bensberg und Berlin besucht hatte wurde er 1869 im September 1870 als Fähnrich im Inf.-Rgt. 19 zu Görlitz eingestellt. Im September 1870 hatte er den Rang eines Lieutenant. Im Kriege 1870/71 verwundet, E.K.2, Kdos.: zur Turnanstalt und zum zweitenmal als Lehrer, 4 Jahre zur Unteroffiziersschule Potsdam, danach Bez.-Adj. zu Striegau in Schlesien. Als Pr.-Lieutenant zum Gren.-Rgt. 10 zu Breslau, 1886 Hauptmann zu Breslau, 1894 Major, 1895 Batl.-Kdr., 1897 in gleicher Eigenschaft zum Inf.-Rgt. 156 zu Brieg, 1900 Bez.-Kdr. zu Oppeln (Oberschlesien), 1901 Charakter als Oberstleutnant, 1907 Abschied in den Ruhestand zu Oppeln, ab 1911 zu Dresden. – Im Weltkriege Kdr. des Res.-Inf.-Rgts. 38, vor Verdun E.K.1, später Kdt. einer mobilen Etappe zu Dun und Florenvolle.

 

ANHANG NR. 59 – Militärische Laufbahn des Hermann ROCHOLL [1002200]

Hermann trat als Fahnenjunker in das Inf.-Rgt. 72 ein, 1908 mit Patent vom 22.07.1906 Leutnant zu Berlin, 1912/13 hielt er das Komando zur trigonometrischen und topographischen Abteilung der Landesaufnahme, Dezember 1913 zur Schutztruppe in Südwest-Afrika, während des Krieges Ordonnanz-Offizier und Adjudant , 1915-1918 in Kriegsgefangenschaft, nach Austausch November 1918 zum Inf.-Rgt. 74, September 1919 Abschied als Hauptmann, danach bis Oktober 1921 Amtsan-walt zu Dresden, 1921-1923 Büroleiter und Prokurist im Bankhause "EICHLER & CO."  zu Dresden, hiernach bis 1928 Verkaufsleiter des Leichtmetallwerks "ERNST HERBERT KÜHNE"zu Dresden , 1929 Forschungsreise ins ?Quisisana-Gebiet (Angola), 01.06.1930 Mitglied der NSDAP und Organisationsleiter im Deutschen Benzolverband, nach Aufgabe dieer Stelle Eintritt bei der Dresdener Motor SA und 1932 Führer einer Staffel, Februar 1933 von der sächsischen Regierung mit der Aufstellung eines Arbeitsdienstlagers zu Sebnitz in Sachsen beauftragt, Juli 1933 dem RS-Umschulungsverein zugeführt wurde, August 1933 Führer der Arbeitsdienstgruppe 162 des RS-Arbeitsdienstes, Oktober 1934 bis Dezember 1935 als Arbeitsführer Dienstleiter der Reichsschule Potsdam des Reichsarbeitsdienstes, Januar 1936 unter Beförderung zum Oberarbeitsführer zum Dienstleiter des Arbeitsdienstgaues XV ernannt. 

 
 

ANHANG NR. 60 – Militärische Laufbahn des Hans Ferdinand VON EINEM [1008191]

Nach dem Besuch des Gymnasiums zu Göttingen und dem dortigen Kadettenkorps trat Hans aktiv in den Militärdienst ein: 1891 Fähnrich im Inf.-Rgt. 131 zu Metz, 1892 Leutnant, 1893 zum Drag.-Rgt. 13 zu Metz, 1894 zum Ul.-Rgt. 11zu Saarburg in Lothringen, 1898 – 1904 Rgts.-Adj zu Saarburg, 1905 – 1908 Adj. der 14. Kav.-Brig. zu Düsseldorf, 1906 Rittmeister, 1908 – 1913 Esk.-Chef im Kür.-Rgt. zu Münster i. Wfl., 1913 Adj. der 38. Div. zu Erfurt, als solcher bei Kriegsausbruch (I. Weltkrieg) zum Major befördert und 1. Div.-Adj. bis Frühjahr 1917 (verwundet, E.K. 2 und 1), danach Kdr. des Res.-Ul.-Schützen-Rgts. 4, 1918 Kdr. zuerst des Landw.-Inf.-Rgts. 6, 1919 Abschied als Oberstleutnant und im Ruhestande zu Göttingen.

ANHANG NR. 61 – Militärische Laufbahn des ☞Eduard Philipp Wilhelm Heinrich Bernhard ROCHOLL [1100700]

Im (I.) Weltkrieg war Eduard Sanitätsunteroffizier im Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5 und nahm an den Kämpfen in Kurland, bei Wilna und inFlandern teil. Am 23.03.1918 wurde er bei Peronne an beiden Beinen schwer verwundet, zweijährige Lazarettzeit zu Hannover und Kasel. Er starb an den Folgen seiner Verwundung.